In der siebten Etage betritt man eine andere Welt. Ein besonderer Ort, wo Altes und Neues, Industrielook und moderne Elemente sich zusammenfügen. Carla und Rob Peeters kauften ein Loft ganz oben in einem denkmalgeschützten ehemaligen Fabrikgebäude in Maastricht und richteten dort für sich und ihre zwei Kinder eine Wohnung ein, die dem Ort Rechnung trägt.

Wohnen im Fabrikgebäude

„Von meinem Arbeitsplatz aus beobachtete ich die Entwicklung des Geländes, auf dem bis 2006 die Sanitärfabrik Koninklijke Sphinx 2006 stand“, erzählt Carla. „Etwas Besonderes, denn das Eiffelgebouw ist ein denkmalgeschütztes Gebäude innerhalb der Stadtmauern von Maastricht, in einem relativ dünn besiedelten Gebiet. Unsere Kinder, 19 und 21 Jahre alt, waren gleich begeistert, als wir ihnen von unseren Plänen erzählten, und meinten, zur Not schliefen sie unter der Treppe.“ Denn dass allen vier Personen ausreichend Raum zur Verfügung stehen würde, wurde zur Herausforderung. Schließlich war dies kein Neubau. Man musste also klug planen. „Man kauft den Rohbau, mit Wänden, Fenstern und Dach. Dann ist man auf sich gestellt. Eine ganz schöne Knobelei, aus diesen 125 qm einen Ort für vier zu schaffen. Wir wollten ein Loft an der Vorderseite des Gebäudes, wegen des Lichts und der fantastischen Aussicht über die Skyline von Maastricht, und haben unsere Chance ergriffen. Nach der Besichtigung haben wir ein Angebot abgegeben und wurden ausgelost. Wir hatten Glück, dass wir das Apartment unserer Wahl kaufen konnten.“

Wohnen im Fabrik-Chic Woonboulevard Heerlen

Zentrale Lage

„Dieses Gebäude wurde bei der Renovierung von außen isoliert. Das Schöne daran ist, dass innen die alten Steinmauern sichtbar geblieben sind. Zusammen mit der Betondecke und den Original-Säulen und alten Stahlrahmen an den Fenstern sorgt dies für eine nüchterne Basis. Die Wände haben wir so gelassen. Wir wollten den Raum möglichst offen halten und haben in der Mitte einen Bereich eingebaut, in dem die Schlafzimmer liegen. Sie erhalten Licht durch ein Oberlicht und sind nicht groß. Mein Sohn hat nur ein Bett darin, meine Tochter noch einen Nachttisch. Doch es funktioniert, in dem Alter leben Kinder sowieso auf ihrem Bett. Und wenn sie lernen möchten, gehen sie ins Student Hotel, das den größten Teil des Gebäudes einnimmt. Die Stadt ist zu Fuß zu erreichen, und im Erdgeschoss befindet sich ein Biomarkt, wir haben also alles in Laufweite.“

Woonboulevard Heerlen Wohnen im Fabrik-Chic

Passt prima!

„Wir haben hauptsächlich Möbel aus unserer vorherigen Wohnung mitgenommen. Ich wollte ein Gefühl für die Räume bekommen, bevor ich Neues anschaffe. Und ich muss sagen, alles fügt sich gut ein. Das weiße Sofa und die Esszimmerstühle sind von Goossens, der Hocker von Gamma und die Lampe von Praxis. Doch ich musste auch viel weggeben, eine Auswahl treffen, was in dieses Loft passt. Die Möbel dann in die Wohnung zu bekommen war eine Sache für sich, manches passte nicht in den Aufzug. Die Arbeitsplatte für die Küche und den Tisch mussten neun starke Männer auf ihren Schultern über die Treppe sieben Stockwerke hochtragen. Man muss schon wirklich so hoch oben wohnen wollen!“
Inspirationen aus der Wohnung von Carla und Rob
Was können wir von dem Loft von Carla und Rob lernen? Inneneinrichterin Petra Lejeune hat sich umgesehen.

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Fabrik-Chic

„Dieses Loft in Maastricht ist ein Paradebeispiel für nüchternen Fabrik-Chic. Die Fabrikgeschichte schimmert durch, in Konstruktion, Leitungen, verwendeten Materialien. In diesem Fall authentisch und gelebt, überall im Fabrikgebäude sind Gebrauchsspuren zu sehen. Das alles trägt zum Charakter des Lofts bei.“

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Kreative Raumaufteilung

„Wie viel Platz brauche ich wirklich? Wenn der Raum begrenzt ist, wird man kreativ. Das beginnt beim Planen. Jeder möchte einen Rückzugsort haben, es bestehen Ansprüche ans Wohnen, das will vereinbart sein. Hier ist das gelungen, das Ganze hat einen offenen Charakter, überall sind lange Sichtachsen, die Weite suggerieren. Die Schrankwand ist klug gestaltet: bis zur Decke, die gesamte Wand entlang, das wirkt einheitlich. Im großen Schlafzimmer ist der Schrank besonders tief und hat viel Stauraum. Ein Kleiderlift sorgt dafür, dass die Höhe gut genutzt wird und man auch bequem an den hinteren Teil kommt.“

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Individuelle Note

„Carla und Rob haben den Charakter des Gebäudes und seine Geschichte berücksichtigt und einbezogen. Ein Graffiti-Künstler hat dem Raum ein Stück Urspünglichkeit zurückgegeben, denn während der Phase des Leerstands wurde hier viel gesprüht, in dem heruntergekommenen Gebäude waren überall Graffiti. Der Künstler hat ein passendes Bild entworfen und mit Hilfe eines Projektors bis ins Detail ausgeführt, inklusive Logo. Schönes Detail: Die Waschtische sind von Sphinx. Besser kann man es nicht umsetzen!“

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Robuste Materialien

„Bei der Einrichtung einer Wohnung kommt viel auf den Einsatz des passenden Materials an, besonders in einem einzigartigen Gebäude wie diesem. Die Böden und Wände aus Beton Ciré sind eine solide Basis und praktisch, denn darauf sieht man nichts. Ausgefallen ist auch der erhöhte Stahlboden im Küchenbereich. Darunter verbergen sich die Leitungen der Kochinsel. Sehr wirkungsvoll und passt zum Rest.“

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